Serious Games: Fünf Literaturempfehlungen

Serious Games sind Personalentwicklungsinstrumente, die spielerisch Wissen oder Fähigkeiten vermitteln sollen. Frau Sabrina Koch hat ihre Master Thesis zu Serious Games verfasst und bei der Siemens AG zu diesem Thema gearbeitet. In diesem Beitrag erläutert sie euch fünf relevante Literaturquellen für die Studienarbeit oder Abschlussarbeit.


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Das Thema Ihrer Literaturempfehlungen ist relativ neu. Was interessiert Sie persönlich an Serious Games?

Serious Games stellen einen neuen, innovativen Lernansatz dar, der bei richtiger Anwendung ein enormes Potenzial aufweist die Motivation und den damit verbundenen Lernerfolg zu erhöhen. Mit Serious Games findet eine Wissensvermittlung mit Erlebnischarakter statt. Der Lernende taucht in eine fiktive Welt ein und ist bei der Bewältigung der Herausforderungen selbst aktiv gefordert. Dabei können die unterschiedlichsten Lösungswege ausprobiert werden – ohne reale Konsequenzen fürchten zu müssen. So können durchaus kreative und neue Lösungswege entstehen. Darüber hinaus sind Serious Games in jedem Bereich einsetzbar, egal ob im Militär, Gesundheits- oder Bildungswesen.

Wo ordnen Sie das Thema in den Wirtschaftswissenschaften ein und zu welchen Stichworten können Studenten weitere Quellen recherchieren?

Serious Games sind eine Methode der Personalentwicklung. Dort bzw. im Bereich Personal ordne ich das Thema auch ein. In der Literatur finden sich als Synonyme für das Thema unter anderem „Gamification“, „Game-Based Learning“ bzw. „Spielbasiertes Lernen“, „Digitale Lernspiele“ sowie „Spielen und Lernen“. Danach kann man gut recherchieren.

Sie haben das Buch „Ernste Spiele“ von Abt empfohlen. Warum ist dieses Werk für eine wissenschaftliche Arbeit oder den Einstieg in das Thema zu empfehlen?

Das Buch „Ernste Spiele“ von Clark Abt ist optimal für den Einstieg geeignet, da ein umfassender Überblick zum Themenfeld geboten wird. Clark Abt gilt als einer der ersten Forscher, der sich bereits in den 1970-er Jahren intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Überraschenderweise sind viele seiner damaligen Theorien noch heute hochaktuell.

Sie haben ein forschungsorientiertes Werk genannt. Gibt es auch Werke, die das Thema durchaus praktisch angehen, also z.B. Serious Games im Unternehmenseinsatz behandeln?

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Literaturempfehlung Nr. 2


Strahringer/Leyh: Gamification und Serious Games

Das Buch „Gamification und Serious Games“ von Susanne Strahringer und Christian Leyh nimmt sich dem Thema praxisnah an, indem das Vorgehen und die Anwendung im Unternehmen beschrieben werden. Wer also an der praktischen Entwicklung bzw. Einführung eines Serious Games im Unternehmen interessiert ist, sollte dieses Werk als Pflichtlektüre sehen.

Unter den Gründen für den Einsatz von Serious Gaming findet sich häufig das Argument der erhöhten Motivation. Können Sie ein Buch speziell zur motivationalen Wirkung empfehlen?

Anna Hoblitz beschäftigt sich in ihrem Buch „Spielend Lernen im Flow“ mit dem Einsatz von Serious  Games im Schulunterricht. Spannend in diesem Werk ist der Fokus auf die motivationale Wirkung. Dieses Buch ist großartig geeignet für jeden der sich gezielt mit der Motivation durch Serious Games beschäftigen möchte.

Motivation ist stets positiv besetzt. Kann man das Thema Serious Games auch kritisch sehen?

Der Fachartikel „Serious Games als Lernmedium in der Ausbildung“ von Regina Mahlmann beleuchtet die Chancen aber auch die Grenzen von Serious Games in der Ausbildung. Wer also an einer kritischen Diskussion über den Nutzen von Serious Games interessiert ist, sollte im Vorfeld einen Blick in dieses Werk werfen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Literaturempfehlungen zum Serious Gaming und Gamification mit vollständigen bibiliographischen Angaben (wegen der Links handelt es sich um WERBUNG)

Über Sabrina Koch, M.A.

Frau Koch hat bei der Siemens AG an der Konzeption und Entwicklung eines Serious Games mitgewirkt. „Spielerisches Lernen“ hat sie derart interessiert, dass sie sich sowohl wissenschaftlich wie auch praktisch intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat und ihre Master Thesis in dem Themengebiet verfasst hat.

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